Ab dem nächsten Mal grill´ ich grün

Sommer und Grillen gehören zusammen wie Kino und Popcorn oder Sandstrand und Cocktail.
Man denke nur an den Grillduft, der durch den Garten zieht, die köstlichen Würstchen, Koteletts, Salate und Beilagen und das gesellige Beisammensein bei prachtvollem Sonnenschein – jedes Mal wieder ein Erlebnis. Wie Sie jede Grillfeier nebenbei auch umweltfreundlich gestalten können, zeigen Ihnen folgende Tipps:

 

Nachhaltige Brennmaterialien und Anzündhilfen
Holzkohle, -briketts oder trockenes, harzarmes Holz eignen sich gut als Brennmaterialien, da sie nicht zu starker Rauchentwicklung führen (im Gegensatz zu Papier, Altholz oder Kiefernzapfen). Die nachhaltigen Materialien sollten aus möglichst regionaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen und mit dem DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) gekennzeichnet sein. So wird sichergestellt, dass die Kohle kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält.
Auf Brandbeschleuniger sollte man generell verzichten und auf alternative Anzündhilfen wie beispielsweise Holzwolle aus FSC zertifiziertem Holz (Internationales Zertifikat des Forest Stewardship Council)  umsteigen. Durch den Verzicht auf herkömmliche Brandbeschleuniger wird die Umwelt entlastet und andererseits die Unfallgefahr beim Grillen reduziert.

Fettauffangschale und Grillunterlagen
Eine Fettauffangschale verhindert, dass Fett und Fleischsaft in die Glut tropfen und es dadurch zu starker Rauchbildung kommt. Dieser Rauch enthält polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die krebserregend wirken.
Für Bratkartoffeln oder gegrillten Fisch wird meist Alufolie verwendet, die nicht besonders umweltfreundlich ist. Als Alternative bieten sich hier dünne Steinplatten (aus Speckstein oder Schiefer), alte Backbleche sowie Dachziegel oder Rhabarber- und Kohlblätter an.

Regionale, saisonale und biologische Produkte
Im Sommer haben Paprika, Zucchini, Melanzani und Paradeiser Hochsaison.  Als Beilagen schmecken sie hervorragend und sind aus regionalem und biologischem Anbau erhältlich. Der Ausstoß von Treibhausgasen wird durch die kurzen Transportwege und den niedrigeren Energieverbrauch deutlich reduziert. Zudem fördert man durch den Kauf von Biofleisch die artgerechte Tierhaltung und die umweltschonende Landbewirtschaftung. Der Griff zu heimischen Biofischen garantiert darüber hinaus die naturnahe Haltung und Fütterung der Fische sowie eine hohe Wasserqualität.

Abfallvermeidung
Wer auf Einweggeschirr und den unnötig hohen Verbrauch von Folien und Grilltassen verzichtet, leistet schon einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Auch der Einsatz von Pfandflaschen anstatt Aludosen hilft mit, das Müllaufkommen zu reduzieren. Des Weiteren hat das Kaufen von frischen Zutaten gegenüber abgepackten Lebensmitteln den Vorteil, dass durch sie wesentlich weniger Verpackungsmüll anfällt.

Weitere Tipps und Tricks zum umweltfreundlichen Grillen finden Sie unter:
www.umweltberatung.at
http://www.energieleben.at/grillsaison-grillen-und-der-klimaschutz/