Online Müllberge senken
Jährlich werden Tonnen von noch brauchbaren Gegenständen einfach in die Mülltonne gesteckt. Die heutige Bevölkerung wird daher oft als Wegwerfgesellschaft bezeichnet. Seit einigen Jahren hat sich allerdings ein neues und lukratives Mittel gegen diese „Wegwerfkultur“ entwickelt:
Immer mehr Menschen verkaufen bzw. versteigern nicht mehr Benötigtes auf diversen Onlineportalen bzw. auf dem virtuellen Stellenmarkt und entledigen sich so Waren, die sie für gewöhnlich in den Abfall werfen würden.
Obwohl sich dieser Trend des Internethandels fortsetzt, geben noch immer mehr als
80 Prozent der KonsumentInnen Güter weg, die sie noch verkaufen und verwenden könnten. Im Durchschnitt trennt sich dadurch jede/r zehnte/r VerbraucherIn von nicht mehr in Verwendung stehenden Produkten.
So wandern in neun Märkten (inklusive Deutschland, Großbritannien, Italien oder Spanien) etwa drei Milliarden noch zu verkaufbare Waren in den Müll, obwohl in diesen Ländern im Jahr 2010 über 250 Millionen Menschen am „Gebrauchtwarenverkauf“ im Internet aber auch auf Flohmärkten etc. teilgenommen haben. Dass sich mit dem Verkauf von derartigen Gütern ganz nebenbei ein gutes „Taschengeld“ verdienen lässt, machen die Niederländer vor: Rund zehn Prozent der holländischen Online-HändlerInnen gewinnen im Durchschnitt etwa 300 Euro durch den Verkauf von derartigen Produkten dazu.





