Weingut Sepp Moser – Teil 2
Das seit 1848 bestehende Weingut Sepp Moser in Rohrendorf bei Krems setzt auf den bio-dynamischen Anbau. Ressourcenschonung, die Qualität des Weins sowie die eigene Lebensqualität stehen im Mittelpunkt. Im zweiten Teil erfahren Sie nun mehr über green jobs auf dem Weingut Sepp Moser und den Alltag von Eigentümer Niki Moser.
Ein Weinbauer/ -bäuerin ist laut Niki Moser ein „Mädchen für alles“. Die Aufgaben erstrecken sich über viele Bereiche, die eine Menge an Verantwortung bedeuten. „Es ist normal, dass ich ständig zwischen Keller, Weingarten und Büro herumlaufe und alles koordiniere. Da wir auch in Apetlon am Neusiedlersee Weingärten besitzen, muss ich regelmäßig auch dort nach dem Rechten schauen. Generell bin ich viel unterwegs, der Wein vermarktet sich ja nicht von allein“, meint Niki Moser.
Für den Eigentümer spielen die umweltschonende Produktion durch den bio-dynamischen Weinbau, aber auch die handwerkliche Verarbeitung eine wichtige Rolle. Auf dem Weingut zählen daher alle Arbeitsplätze zu green jobs. Fünfzehn MitarbeiterInnen sind fix angestellt und in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise im Verkauf, Marketing oder der Buchhaltung tätig. Neben diesen kommen jedes Jahr rund 35 SaisonmitarbeiterInnen dazu, die unter anderem für manuelle Lese verantwortlich sind. Praktikas sind hier sehr beliebt: „Oft kommen zu uns SchülerInnen aus österreichischen Weinbauschulen wie zum Beispiel von Krems. Aber wir haben auch internationale Gäste aus Frankreich, Neuseeland, Finnland und natürlich viele aus Deutschland. Während der Lese ist es daher bei uns immer recht lustig und abwechslungsreich“, erzählt Niki Moser.
Der Weinbauer selbst absolvierte erst nach der Mittelschule eine Ausbildung für Weinbau, und zwar das Weinmanagement in Krems. Ziel dieses Kollegs ist es, dass BetriebsführerInnen und ManagerInnen das Produkt Wein mit zeitgemäßer Technologie und Kreativität vermarkten können. Niki Moser meint dazu: „Meine Ausbildung war kurz aber intensiv und ist für angehende WinzerInnen, Sommeliers, GastronomInnen aber auch WeinquereinsteigerInnen geeignet.“
Zur Kremser Weinbauschule zählen zudem eine dreijährige Fachschule (mit Pflichtpraktikum im In- oder Ausland) sowie die VinoHAK. Hier werden die Ausbildungen der Handelsakademie und der Wein- und Obstbauschule kombiniert. Darüber hinaus kann die Weinbauschule als Ausbildungsort für green jobs betrachtet werden, da regelmäßig ein LFI-Zertifikatslehrgang zum Bio-Weinbau abgehalten wird. (Link: http://www.wbs-krems.at/de/ausbildung/bio_weinbau/)
Was macht eine/n Weinbauer/-bäuerin aus?
Wer im Weingeschäft Fuß fassen möchte, braucht laut Niki Moser eine gewisse Ahnung und Liebe für Wein. Dazu sollte man kommunikativ sein und Interesse für den Beruf mitbringen. Für den internationalen Markt sind natürlich auch Sprachen sehr wichtig. „Ein Weinbauer selbst sollte viele Talente mitbringen: Er oder sie muss sich im Keller auskennen, den wirtschaftlichen Überblick behalten und im Marketingbereich auf der Höhe sein“, fasst Niki Moser abschließend zusammen.
Wollen Sie mehr über diesen green job erfahren? Weitere Informationen finden Sie unter:
www.sepp-moser.at





